Imkerei

Fakten zur Biene:

  • Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch für Honig in Deutschland liegt bei etwa 1,2 kg. Damit liegt Deutschland weltweit an der Spitze.
  • Für 500g Honig müssen Bienen 120.000 km zurückzulegen… das ist 3 Mal um die Erde.
  • Dabei werden 1,5 kg Nektar eingetragen, der bei ca. 50 000 Ausflüge gesammelt wird, in denen bis zu 2 – 6.000.000 Blüten besucht werden
  • Eine einzelne Biene transportiert dabei gerade einmal ca. 0,05g Nektar pro Ausflug.
  • Die Königin legt bis zu 2.500 Eier am Tag! Dennoch ist sie nicht die Anführerin des Volkes. Sie dient der Reproduktion und wird bei schwacher Leistung ersetzt. Das Volk organisiert sich selber, wehalb dieser gesamte Organismus gerne auch als der „Bien“ bezeichenet wird.

Warum Bienen?
Die Biene ist ein überaus spannendes Lebenwesen, welches bereits vor ca. 45 Millionen Jahren auf unserer Erde gelebt hat. Damit verfügt es über eine lange Evolutionsgeschichte von der wir noch viel lernen können. Im Ökosystem hat die Bienen einen besonderen Stellenwert. So werden 2.000 unserer heimischen Nutz- und Wildpflanzenarten teilweise bis zu 80% über die Biene bestäubt. Viele dieser Pflanzenarten sind auf die Aktivität der Insekten angwiesen. Nur so ist ein Fortbestand gesichert. Dafür arbeiten pro Bienenvolk bis zu 50.000 Bienen täglich. Das Besondere an dieser natürlichen Beziehung ist ihre einzigartige Symbiose. So erhalten die Bienen im Gegenzug für ihre Bestäubungsarbeit selbst Nahrung in Form von Nektar und Pollen für das eigenen Volk. Und somit für den eigenen Forbestand. Ein Aussterben der Bienen hätte weitreichende Folgen, primär für das Ökosystem und dem Verlust von Fortpflanzung, sekundär auch für den Menschen durch den Rückgang von Ertrag und damit unserer Nahrungsquelle.


Das Bienensterben:
In den Medien wird zunehmend über Bienen berichtet. Inbesondere liegt ein Fokus auf dem Thema Insektensterben. Und das auch zu Recht. Die Winterverluste der letzten Jahre, also die Anzahl an Bienenvölkern, die den Winter nicht überstanden haben, ist besorgniserregend angestiegen. In Deutschland ist die Zahl der Bienenvölker in 30 Jahren um 30% gesunken. Und bisher ist keine Trendwende in Sicht. Die Winterverluste der letzten Jahre liegen durchschnittlich bei etwa 20% in Europa. Betroffen ist also jedes 5. Volk. 2012 wurde in der Schweiz ein Rückgang um 50% registriert. Im Klartext: jedes zweite Volk hat den Winter nicht überstanden. Es besteht Handlungsbedarf!


Doch was sind die Ursachen dafür?
In der moderenen Landwirtschaft ist das Ziel die Ertragssteigerung. Damit einhergehend wird häufig in Monokulturen angebaut. Diese Art der Landwirtschaft entspricht aber nicht dem natürlichen Lebensraum der Biene. Die natürliche Vielfalt ist nicht geboten. Zudem blüht die Monokultur wenn überhaupt nur über einen kurzen Zeitraum. Die Bienen müssen aber den gesamten Sommer versorgt sein, damit sie Vorräte für den Winter schaffen können. Ein weiteres Problem erschaffen die Bauern durch die Nutzung von Pestiziden. Sie sollen Schädlinge von der Monokultur fernhalten und den Ertrag erhöhen. Gedanklich auch zu Recht. Doch die Bienen, die in der natürlichen Bestäubung der Pflanzen von höchster Bedeutung sind, kommen mit diesen Giftstoffen in Kontakt, die das gesamte Volk chronisch schwächen und es so anfälliger für Krankheiten und Milbenbefall macht. Auch in den gut gepflegten Gärten mit großer pflegeleichten Rasenfläche bietet sich kaum Nahrung für die Biene. Dies führt dazu, dass die Biene weitere Flugstrecken absolvieren muss und ihre Arbeitsleistung abnimmt. Ihr wird ihr Lebensraum genommen.


Der moderne mobile Mensch als Evolutionskiller?

Schädlinge, die wir Menschen zum Teil eingeschleppt haben, bereiten der Biene Probleme: die Varroa-Milbe, ursprünglich nur in Asien heimisch, befällt die Biene und ihre Brut und nährt sich am Blut der Insekten. Durch diesen Übertragungsweg kann die Milbe auch Viren übertragen, gegen die sich ein immungeschwächtes Volk nicht mehr wehren kann. Das macht die Biene auch deutlich anfälliger gegenüber weiteren Krankheiten. Bisher konnte in unserem Lebensraum noch kein ausreichender natürlicher Schutz im Rahmen der Evolution nachgewiesen oder beobachtet werden. Um zu überleben sind die Honigbienen deshalb von einer Behandlung durch den Imker abhängig. Und das jedes Jahr erneut. Aktuell forscht man fieberhaft nach natürlichen Abwehrmechanismen der verschiedenen Bienenarten. Auch der Transport von Bienen stellt eine potentielle Begünstigung beim Übertragen von Krankheiten dar.


Wie kann ich beitragen?
Pflanzen Sie Bienenweiden oder grundsätzlich unterschiedliche Pflanzen, die über das Jahr hinweg blühen. Richten Sie Wildbienenstände ein. Und unterstützen Sie lokale Imkerei. Gerne können Sie mich bei noch verbleibenden Fragen oder Anregungen jederzeit kontaktieren.

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